Subjektiv: Warum IKEA vieles richtig macht. Und Warenhäuser wenig.

Ich brauche Boxen. Solche, in denen man Dinge unterbringen kann, um das tägliche Chaos besser zu orchestrieren.

Ich bin ein Freund vom lokalen Einkaufen und versuche so oft es geht mein Geld bei den Händlern meiner Region auszugeben. Deshalb führte mich mein Weg heute morgen zu Horten, das mittlerweile GALERIA Kaufhof heißt, bei mir aber immer noch als Horten gelistet ist. Schließlich haben wir uns früher um 15 Uhr vor Horten getroffen, nicht vor… genug der Vergangenheitsbewältigung.

Es ist 9.30 Uhr und der ganze Laden ist nahezu menschleer. Ich frage eine Dame nach den begehrten Boxen. Sie läuft kurz weg, wieder zu mir hin, schaut sich um, geht hinter die Kasse und sagt ich müsse auf den Kollegen warten. Ok. „Wo finde ich denn die Boxen…?“, frage ich freundlich. Und erhalte als Antwort: „vielleicht in der Schreibwarenabteilung.“ Ich beschließe der Sache selber nachzugehen, finde sie nicht, warte noch etwas und verlasse den Laden unter den Augen meiner vorherigen Gesprächspartnerin.

Schnitt. Fünf Stunden später. Eine Ikea-Filiale.

Sie ist brechend voll und die Menschen kaufen Weihnachtsdekoration als sei morgen der heilige Abend. Die Menschheit ist ziemlich doppelmaralisch, denke ich mir. Wir beschweren uns über Weihnachtsmänner im Supermarkt und kaufen ein schwedischen Möbelhaus leer, sobald es den weihnachtlichen Schnickschnack aus dem Lager rollt.

Ich finde keine Boxen, spreche eine Ikea-Mitarbeiterin an. Sie lässt alles stehen und liegen, fragt mich zu welchem Zwecke ich Boxen benötige und führt mich zu meinem Ziel.

Ich versteh manche Dinge nicht. Warum spielen die bestehenden Kauf- und Warenhäuser ihre Stärken nicht aus? Sie sind vor Ort, sie haben die Chance ihre Kunden jenseits von Big Date kennenzulernen, sie können beraten, Kontakt und Beziehungen aufbauen. Und was machen sie? Sie zeigen mir, stets aufs Neue warum ich gerne bei Amazon und Co. einkaufe. Amazon plant derweil Offline-Läden. Schade!

„Horten“ und Co. haben noch Chancen bevor Amazon seine Schilder an das Ladenlokal nebenan hängt. Aber nicht mehr lange.

 

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