Warum wir Kommunikation über- und unterschätzen

Ich muss das dann noch kommunizieren…

Bei der Nutzung dieses Wortes kommunizieren, anstatt die Worte sagenbesprechen oder klar machen zu nutzen, stehen meine Nackenhaare immer ein Stückchen hoch. Die Inflation der Kommunikation ist überall spürbar. Jeder möchte professionell kommunizieren, denn irgendwie haben viele verstanden, dass das wohl nicht so ganz unwichtig ist.

Es ist spannend zu beobachten, für wie wichtig das Thema erachtet wird. Erfolg hängt an erfolgreicher Kommunikation.

Was aber geschieht ist das genaue Gegenteil. Indem wir über Kommunikation reden, vergessen wir Kommunikation zu machen. Das ist schade, unnötig und kostet Geld.

Überschätze Kommunikation

Tagesaktuell sorgt diese Mail für Furore, die Adidas an die Teilnehmer des Boston Marathon geschickt hat:

Ja, das ist dumm, unnötig, unsensibel und hätte vor Social Media niemanden interessiert. Adidas´Umsatz wird dadurch höchst wahrscheinlich kaum tangiert werden.

Der Fall ist aber ein Beispiel für die übersteigerte Sensibilität gegenüber den Äußerungen großer Unternehmen und Marken. Die Wirkung der Kommunikation mit werbendem Charakter wird überschätzt. Auch, weil sich nach solchen Fällen stets eine kleine Schar von Menschen sehr laut und sehr aufgeregt äußert und dadurch vieles größer erscheinen lässt als es ist.

Natürlich ist Reputation eine wichtige Sache die den Marken- und Börsenwert langfristig beeinflusst. Aber den oben skizzierten Fehltritt mit einem echten Desaster in einen Topf zu werfen ist schlicht falsch.

Überschätzte Kommunikation finden wir zur Zeit auch an zahlreichen Bäumen und Straßenlaternen.

Wie hier in meiner Arbeitsheimat, wo gerade der Bürgermeisterwahlkampf tobt, ist auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen ob der drohenden Landtagswahl mit Plakaten vollgestopft. Plakate, die viel Geld kosten, viel Müll produzieren und deren kommunikative Wirkung hoffnungslos überschätzt wird.
Diese Form der Kommunikation stammt aus einer Zeit, als Litfaßsäule und Plakatwände tatsächlich noch die einzige Möglichkeit darstellten sich der breiten Masse zu präsentieren. Ab 1920 wurde diese Möglichkeit der Präsentation massiv genutzt. Knapp 100 Jahre später hat sich daran  kaum etwas geändert. Warum? Alle tun es, da will man nicht nicht dabei sein. Also überbieten sich Parteien und Kandidaten in visueller Umweltverschmutzung.

Kommunikation, zeitgemäße Kommunikation, findet dadurch nicht statt – wenn man zeitgemäß als dialogisch definiert. Noch immer dominieren, neben den Plakaten, Wahlkampfstände wie zu Adenauers Zeiten und der Dialog in den sozialen Medien steckt meist noch nicht mal in den Kinderschuhen.

Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen – Loriot

Unterschätzte Kommunikation

Jenseits der Werbung findet die Kommunikation statt, die ich als unterschätzte Kommunikation bezeichne. Der Dialog, der Austausch der dort stattfindet wo es weh tut. Wo man nicht automatisch bejubelt wird. Unterschätzte Kommunikation ist es auch deshalb, weil sie nicht attraktiv und plakativ ist, nicht sexy.

Für United Airlines hieße das nicht nur Regeln zu ändern, sondern mit dem eignen Unternehmen ins Gespräch zu kommen – unter Einbezug der Öffentlichkeit.

Es geht nicht um nett und freundlich

Gute Kommunikation ist nicht die Kommunikation die besonders wertschätzend oder freundlich ist, sondern diejenige die stattfindet. An vielen Stellen unterschätzen wir die Macht stattfindender Kommunikation und überschätzen das Schweigen, das dann rasch zum Aussitzen wird. Kommunikation stattfinden zu lassen ist der beste Weg nach dorthin wo es weh tut, denn man muss sich miteinander auseinandersetzen.

Häufig leitet uns die Angst, ein Dialog könnte nicht nett und freundlich seindahin ihn gar nicht stattfinden zu lassen.

Man kann zwar nicht nicht kommunizieren, aber einigen wir uns darauf, dass es nicht-Kommunikation gibt. Und die ist meist keine Lösung für irgendetwas.

Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Umso betrüblicher ist es, dass wir noch immer über Ihre Umsetzung reden müssen.

Wasch mich, aber mach mich nicht nass…

… gilt auch in der Kommunikation. Da werden Seminare besucht, Bücher gelesen und Podcasts gehört. Umsetzen sollen die gute, die professionelle Kommunikation aber die anderen. Vielfach sind wir sogar überschult und sehen die Basis gelingender Kommunikation gar nicht mehr. Und die ist, ganz einfach: Interesse, Information und Wertschätzung, auch wenn man nicht einer Meinung ist!

Das gilt analog und digital.

 

 

 

 

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Warum Politiker keine Marken sein sollten. Aber von ihnen lernen können…

Emotion schlägt Fakten

Nicht erst seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wissen wir: nicht Fakten entscheiden unsere Wahlen, sondern die in uns ausgelösten Emotionen.

Dabei steht Wahl nicht nur für die Wahl bei Wahlen, sondern auch für tägliche Konsum-Entscheidungen. Coke oder Pepsi, Rossmann oder DM, McDonalds oder Burger King, Amazon oder Einzelhandel? Die meisten Entscheidungen treffen wir emotional – Doppelblindtests haben das zur Gänze schon mehr als einmal bewiesen.

Das Spannende: wir rationalisieren unsere Emotionen. Niemand von uns trinkt eine Cola, weil er sich dazu gezwungen fühlt. Vielmehr leiten wir die Entscheidung scheinbar rational her:

„Oh man, ist das warm. Bei so einem Wetter hilft nur eine eiskalte Cola.“

Und, zack, die Entscheidung liegt ganz bei mir. Ich habe mich entschieden, ohne jegliche Beeinflussung. Dass die jahrzehntelange Bedröhnung mit Cola-Flaschen, an denen Kondenzwasser herabperlt, eine Rolle spielen könnte. Das spielt in diesem hellen Moment der Rationalität keine Rolle.

Die innere Demokratie

Genauso pseudo-neutral bewerten wir Politikerinnen und Politiker.

„Gesicht, Alter, Geschlecht,… spielen für mich keine Rolle. Ich entscheide streng nach Inhalten.“ Ja, genau. Und wie oft hast Du das Wahlprogramm durchgearbeitet?

Marke geht immer

Und weil viele Strategen genau das begriffen haben, bekommen – Land auf, Land ab – Kandidaten für politische Ämter erklärt, dass sie zur Marke werden müssen. Das erfordere unsere Zeit nun mal. Und dann stehen sie da, verteilen Abreißblöcke mit ihrem Konterfei und Badezusatz mit einem lustigen Spruch. Der selten lustig ist. Oft peinlich.

Was fehlt ist das was eine Marke wirklich ausmacht

Hier hilft es einmal auf die englische Sprache zu schielen. Marke wird im dort mit brand übersetzt. Und das bedeutet: Brandzeichen! Ein Brandzeichen ist einfach, klar, hat einen Wiedererkennungswert und ist einzigartig. Einmal auf der Kuh, weiß jeder wem sie gehört.

Eine gute Marke macht genau das aus: man weiß wofür sie steht. Alles andere sucht man erst gar nicht bei ihr. Billiger Schokigenuss? Ist bei Lindt nicht zu finden. Im Luxus schwelgen? Du bist falsch bei Motel One.

Und Politikerinnen und Politiker? Hausieren mit den Insignien der Marken. Plakate, Flyer, Feuerzeuge, Blöcke, Stifte, große Plakate, kleine Banner, beklebte Autos und was sonst noch gebrandet werden kann.

Das Ganze dann vier-, maximal sechs Wochen vor der Wahl.

Der eigentliche Wert einer Marke wird dabei außen vor gelassen. Der Inhalt nämlich. Wofür steht die Person? Wie positioniert sie sich zu den Themen A,B,C? Was macht sie? Was nicht?

Was bekomme ich als „Käufer“?

Ähnlich wie bei einem Kauf braucht der Wähler Informationen über das was ihn erwartet, wenn er sein Kreuz setzt. Das Gesicht des Kandidaten auf möglichst vielen Give-aways wiederzufinden hilft nicht weiter.

So entsteht Politikverdrossenheit. Immer mehr leere Hüllen werden mit immer mehr Mitteln der modernen Werbung in den Markt gepresst.

Die FAZ kann behaupten, dass dahinter immer ein kluger Kopf stecke. Weil man weiß, dass Dullhörnchen selten die FAZ lesen. Cola kann fordern sich Freude aufzumachen. Weil sie auf eine lange Geschichte zurückblicken und wissen, dass quasi jeder Mensch irgendeinen netten Moment im Hinterkopf hat in dem ein Kasten Cola in der Ecke stand.

Politikerinnen und Politiker können das meist nicht. Sie sind unbeschriebene Blätter, die vielleicht ein bisschen über den Markenwert ihrer Parteien aufgeladen sind. Dass das nicht reicht, haben die Ergebnisse der SPD bei der Saarland-Wahl gezeigt.

Was braucht es also?

Die Antwort ist sehr einfach. Und sehr schwer umzusetzen. Es braucht den Mut sich einen Kern zu geben, eine Strategie zu entwickeln wofür man stehen möchte und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass dadurch zwangsläufig Themen wegfallen oder Wähler abgestoßen werden. Diejenigen, die sich aber wiederfinden werden begeistert sein und zu dem werden, was alle haben wollen… zu Markenbotschaftern!

Denn langfristig können nur Emotionen überleben, die auf Fakten fußen. Heiße Luft ist kurz schön, dann aber sehr trocken.

 

 

 

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Warum die nicht-Kommunikation der „Pulse of Europe“-Bewegung hilft

Die großen geschichtlichen Ereignisse wurden oft von unbekannten Gläubigen verwirklicht, die nichts als ihren Glauben besaßen. – Gustave Le Bon

Die Pulse of Europe-Bewegung erfasst zunehmend immer mehr Städte. Sonntags, um 14 Uhr, füllen sich Plätze und versammelt Menschen, die gemeinsam für Europa demonstrieren.

Das ist gut, denn Europa steht schlechter da als jemals zuvor. Die Euphorie ist vorbei, die das Konstrukt verschiedener Länder, Kulturen und Ideen über Jahrzehnte einen konnte. Die Generation, die den Ruf Nie wieder Krieg aus eigenen Kriegserfahrungen nähren konnte, verstummt langsam.

Zurück bleibt eine Generation, für die Europa selbstverständlich ist. Kriegslosigkeit, Grenzenlosigkeit, Einigkeit. Eine Generation, die mehr erwartet, aber nicht genau weiß was. Ich zähle dazu.

Die Verwaltung Europas hat sich darüber hinaus nie mit Ruhm bekleckert, wenn es darum ging die Union so zu bewerben, dass sie attraktiv erscheint. Bürokratismus und Bananen-Normungen sind spürbar, alles andere kaum.

Das ist schade. Und es ist gut, dass nun eine neue Graswurzelbewegung ihre Stimme für Europa erhebt – Pulse of Europe. Die Bewegung ist eine Idee: Menschen treffen sich, Sonntags um 14 Uhr und erheben ihre Stimme für Europa, gegen diejenigen die es kaputtreden wollen.

Dabei sind die einzelnen Veranstaltungen kaum vernetzt, quasi jeder darf reden, es gibt keinen größeren festen Ablauf.

Diese nicht-Vernetzung in einer vernetzten Welt ist positiv. Denn sie lässt zu, dass sich Menschen entsprechend ihres eigenen Umfelds mit einer einheitlichen Idee identifizieren können. Pulse of Europe ist in Brüssel etwas anderes als in Berlin, als in München, als in Witten.

Das ist gut, denn damit löst die Bewegung das Grundproblem Europas – die Zentralisierung. Bei Pulse of Europe kann jeder sein eigenes Europa feiern, seine eigene Idee und bringt sich so in ein Kollektiv ein, das geschlossen für eine Sache einsteht.

Paradoxerweise führt erst die digitale Vernetzung zum Erfolg und zur Ausbreitung der Bewegung. Ohne Facebook und Co. hätte Pulse of Europe nie ein kritische Masse erreichen können.

Was sollten Europapolitiker tun?

Die Bewegung ist ein Segen für immer mehr ratlos erscheinende Europa-Politiker, denn sie zeigt, dass die Europäer Europa wollen – als Inhalt. Die Form allerdings lehnen viele Menschen ab. Andersrum wäre es schlecht, so ist es ein lösbares Problem.

EU-Politiker sollten sich nun aufmachen und der Bewegung beitreten, sie anhören, ohne sie zu okkupieren. Denn was Europa nicht braucht sind ein Europa der Bürokraten und eines der Bürger.

 

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Warum die CDU kein Neuland-Einzelfall ist

Vor einigen Tagen geisterte diese Stellenanzeige der CDU durch das Netz:

Darin sucht die Partei, „zum baldmöglichsten Zeitpunkt eine/n Redakteur/in als Wahlkampfunterstützung“, einen Mitarbeiter, um den plötzlich aufkeimenden Wahlkampf bekämpfen zu können.

Das Gesuch wurde mit viel Spott und Häme überzogen. Ich konnte mir selber ein kleines Lachen nicht ganz verkneifen. Zu aktionistisch erschien mir der gefühlte Hilferuf aus dem Inneren des Konrad-Adenauer-Hauses.

Ist es denn zum Lachen?

Bei genauer Betrachtung steht die CDU aber nicht alleine da. Bei keiner der etablierten Parteien erkenne ich zur Zeit ein tatsächliches Konzept in der Onlinekommunikation. Kampagnen, auf die der potenzielle Wähler auch offline treffen kann werden online gespiegelt. Sprich: einfach auch dort reingehämmert. Ansprachen und Reden der Spitzenkandidaten mit einigem Aufwand ins Netz übertragen. Das ist aber alles nicht neu, sondern nutzt lediglich die Möglichkeiten die nun mal bestehen. Immerhin will es sonst ja niemand übertragen.

Ein flankierendes Konzept, wie man es zum Beispiel bei den großartigen Livestreams des Royal Opera House findet, sucht man bei der Übertragung von Parteien vergebens. Was macht das Opernhaus aus England? Angepasst an die Sehgewohnheiten der Zuschauer werden nicht nur die Geschehnisse auf der Bühne übertragen. Vielmehr gibt es Berichterstattungen rund um den Abend, Interviews mit den Protagonisten und Blicke hinter die Kulissen. Der Zuschauer hat das tatsächliche Gefühl etwas exklusives zu erleben.

Diese Möglichkeiten nutzen Parteien nicht.

Warum?

Die Antwort scheint recht trivial. Weil sie es nicht können. Weil sie es nicht wollen. Das zeigt die oben beschriebene Stellenanzeige.

Sie zeigt, hier exemplarisch am Beispiel der CDU, dass es keine wirkliche Strategie, keinen langfristigen Plan für die veränderten Vorzeichen der Kommunikation zwischen Parteien und dem Rest der Republik gibt.

Wo erleben wir gute „sozial medial“-Arbeit?

Wenn ich gute Kommunikation in Social Media erlebe, dann ist sie stets auf individuelles Engagement und Interesse von einzelnen Politikern zurückzuführen. Es gibt, neben den üblichen und bekannten Verdächtigen aus der Spitzenpolitik, auch viele Politikerinnen und Politiker in zweiter Reihe, die einen ernsten Austausch mit ihren Wählern suchen, sich Diskussionen stellen und die Transparenz schaffen, die Politik wieder attraktiv machen kann.

Was fehlt?

Was fehlt ist die übergreifende Erkenntnis, dass Onlinekommunikation kein notwendiges Übel für die politische Kommunikation ist, sondern ein wünschenswertes Gut.

Was fehlt ist der Mut auch außerhalb der eigenen Auftritte aktiv zu werden. Die sozialen Medien sind voll von Gruppen und Foren in denen ernsthaft über Politik geredet wird. Hier trifft sich die viel beschworene Basis, hier kann sie abgeholt werden. Aber weder Parteien, noch Politiker beteiligen sich sichtbar und offiziell an diesen Diskursen.

Mit schnellen Teamaufstockungen durch leichtbezahlte Nachwuchskräfte ist keines der Ziele zu erreichen.

 

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Donald Trump auf dem absteigenden Like-Ast

Der neue POTUS versteht sich als Boss, als Dealmaker. Anders als jeder Präsident vor ihm bringt er das Wollen mit ins Amt, die Gesetze der Unternehmensführung auch in das höchste Amt der USA einzuführen.

Und wie wird in der Wirtschaft Erfolg gemessen? Anhand von Kurven die Entwicklungen darstellen. Meist Umsätze, Gewinne oder ähnliches.

Im Falle des US-Präsidenten lassen sich solche Zahlen nicht nennen. Die Währung allerdings, die ihn zum Amt getragen hat sind seine Reichweiten in den sozialen Medien.

Trumps Twitterkanal ist und bleibt das Hauptsprachrohr des ehemaligen TV-Moderators. Daher stellen die Anzahl der Likes für seine jeweiligen Tweets eine Aussage über die Zustimmung des Präsidenten dar. Zumindest spiegelt sie das Interesse an den Trump´schen Ideen und Ergüssen.

Und diese Zahlen zeigen eine absteigende Tendenz. Noch im Januar, direkt nach seiner Amtseinführung, 

ernteten Trumps Tweets stets mehr als 75.000 Likes (was knapp 0,3% seiner Follower insgesamt entspricht), kratzten sogar an der 300.000.

Bereits im Februar sieht die Statistik so aus:

Trump auf dem absteigenden Ast? Nein, das kann man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Dafür ist die Anzahl der Daten zu dünn. Trotzdem werde ich die Entwicklung weiter verfolgen, auswerten und hier im Blog publizieren.

Warum? Trump ist nicht greifbar, wehrt sich gegen Fakten und ihre Auswirkungen. Daher ist es wichtig ihn da zu analysieren wo er eine Relevanz sieht. Sein Twitter-Account gehört unzweifelhaft dazu.

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Kommunikation ist nicht alles, aber alles ist Kommunikation. 

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Schnurz und Wurst  —  Warum der neue WhatsApp-Status nicht egal ist.

Seit gestern hat ist die neue WhatsApp-Funktion ausgerollt. Mit dem “Status” können kurze Foto- und Videosequenzen, hübsch bearbeitet und mit Texten und Emoticons versehen, gespeichert werden und sind dann für die Kontakte im WhatsApp-Telefonbuch für 24 Stunden sichtbar.

Eine genauere Beschreibung liefert Chip unter http://www.chip.de/news/WhatsApp-So-aktivieren-Sie-das-neue-Status-Feature_109352043.html

Nach den ersten 24 Stunden liegt die Funktion noch weitgehend brach, schon lese ich aber in vielen Threads bei Facebook, die neue Funktion sei “egal”, “wurst” und letztlich nur eine Anbiederung von Facebook (denen WhatsApp gehört) an die aufkeimende Konkurrenz von Snapchat und Instagram.

Falsch!

Gerade im vergangenen Jahr hat der ursprüngliche SMS-Konkurrent die private Kommunikation verlassen und entwickelt sich rasant zu einem Tool für die professionelle Kommunikation von Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen mit prominentem Status.

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Einsatz eines WhatsApp-Newsletters sind gut, nicht sehr gut. Zusätzlich nutze ich einige WhatsApp-Newsletter als Informationsquelle, z.B. den der “Rheinischen Post”.

Nicht vergessen darf man die relevante Kommunikation von Gruppen, Teams, Vereinen und anderen in WhatsApp-Gruppen. Wer behauptet, der Nachrichten-Dienst sei nur ein Werkzeug zum Versand von Textnachrichten, belügt sich selber.

Welche Chancen bietet nun der “Status”?

Ganz konkret sehe ich Statusmeldungen von Menschen die bei Facebook nicht aktiv sind, ich sehe Statusmeldungen die wesentlich privater sind als die durchgestylten Posts bei Instagram und Co. Das ist gut und unterstreicht die persönliche Note von WhatsApp. Eine persönliche Note die nicht vergessen lassen darf, dass Statusmeldungen natürlich nicht privat sind. Man gibt Informationen in ein soziales Netzwerk und weiß damit nie wo was landet!

Für die professionelle Kommunikation bietet die Statusfunktion eine Vielzahl von Möglichkeiten. 

Welche Möglichkeiten sind spontan zu sehen?

Viele Unternehmen werden versuchen ihre Bildkampagnen auch über diesen Kanal zu spielen. Langweilig. Gute Möglichkeiten sehe ich aber für die Informationsverbreitung von regionalen und lokalen Zeitungen und Rathäusern.

Zeitungen können Lust, entweder auf ihre Gesamtausgabe oder ein bestimmtes Thema, lenken. Sie können zeitnah Informationen versenden, die eine tatsächliche Relevanz haben. Auch, weil WhatsApp es zulässt die Empfänger von Status-Nachrichten zu kontrollieren. Nicht jeder muss alles erhalten. Tools dazu wird der Markt bald sicher bereitstellen.

Rathäuser und Verwaltungen können ihren Bürgerservice ausbauen, können Informationen streuen, die relevant sind. Der Flyer für ein Fest am Wochenende – als Status eingestellt und abrufbar. Die temporäre Straßensperrung – Bild und kurze Info als Status. Ein echter Mehrwert für die Menschen die es betrifft.

Also. Wurst? Nein, eine weitere Chance die Menschen dort zu erreichen wo sie sowieso schon sind.

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON

Warum Trump die Enttrumpisierung fürchten muss

Einen großen Teil ihres temporären Erfolges haben die Nationalsozialisten im sogenannten Dritten Reich ihrer, im Sinne der Sache, gelungenen Kommunikation zu verdanken.

Sie bereiteten Deutschland auf ein „Tausendjähriges Reich“ vor und setzten alles daran, diese Idee im Volk zu verkaufen.

„Nach mir die Sintflut“, wird sich also manches gedacht haben. 1000 Jahre wird kein Mensch und deshalb machte es wenig Sinn über die Zeit nach Hitler zu sinnieren. Erst die Entnazifizierung durch die alliierten Siegermächte brachte dann für manchen das Böse erwachen. Man war einem Dämon hinterher gelaufen und hatte „Hurra“ bei etwas gebrüllt, das verabscheuungswürdig war.

Donald Trump wird maximal acht Jahre im Präsidentenamt bleiben – so will es die Verfassung der Vereinigten Staaten. Und diese Perspektive löst bereits jetzt, Wochen nach der Amtseinführung, aus, dass sich Menschen auf die „nach-Ära“ vorbereiten.

Angefangen mit dem Ausscheiden eines großen Teils des Stabes eines Ministerium, weiter über die klare Kampfansage einer Gruppe von Geheimdienstlern.

Die Menschen verstehen, dass sie in einer Zeit nach Trump Probleme bekommen werden, sollte man sie seinen Unterstützern oder Zuarbeitern zuordnen können.

Paradoxerweise sind es egoistische Momente, die der Gemeinschaft helfen. Jeder denkt an sich, will nicht persönlich in Mitleidenschaft geraten, wenn es heißt „Trump ist weg“ und schafft dadurch eine Massenbewegung.

Irgendwann wird Trump also darüber stolpern, dass nur die, die nicht können wollen und die die können nicht mehr wollen, bzw. dürfen.

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON
Zitat

Alt versus neu

„Das Recht auf eine nützliche und bezahlte Arbeit, das Recht auf ausreichenden Verdienst, das Recht jedes Bauern, mit dem Anbau und Verkauf seiner Produkte das Auskommen seiner Familie zu sichern, das Recht jedes Geschäftsmanns auf Freiheit vor unfairer Konkurrenz und Beherrschung durch Monopole, das Recht jeder Familie auf eine anständige Wohnung, das Recht auf ausreichenden Schutz vor wirtschaftlichen Sorgen im Alter, bei Krankheit und Arbeitslosigkeit, das Recht auf eine gute Ausbildung. Welchen Platz Amerika in der Welt einnimmt, wird weitgehend davon abhängen, wieweit diese oder ähnliche Rechte für unsere Bürger in die Praxis umgesetzt worden sind. Ohne Sicherheit hier zu Hause kann es in der Welt keinen dauerhaften Frieden geben.“

Schulz 2017?

Nein, Roosevelt 1944. 
Die Ideen der sozialen Gerechtigkeit sind nicht neu. Es ist aber wichtiger denn je sie jetzt anzugehen und umzusetzen. Denn auch der Erfolg von Deutschland und Europa, der Frieden und das Zusammenleben aller Menschen hängt noch immer von vielen dieser Faktoren ab.  

Hier können Sie mir auch folgen:
Follow by Email
Facebook
Facebook
Instagram
SOCIALICON